Nishny Novgorod – Russlandfahrt

Fahrtenbericht 2016, Besuch in Russland 19.10 bis 27.10.2016

Mittwoch, der 19.10.2016 – verschlafen trifft sich eine reiselustige Gruppe am Düsseldorfer Flughafen. Während des ca. drei Stunden langen Fluges wuchs unsere Vorfreude schon. In Moskau angekommen fuhren wir mit der Bahn zum berühmten Roten Platz, dem Platz den wir bis dahin ja nur aus Filmen oder den Nachrichten kannten. Ein Platz, bei dem alle nun sagen konnten „Da war ich!“, wenn im Ersten der deutsche Korrespondent aus Russland berichtet. Nachdem die Gruppe akribisch jeden Winkel fotografiert hatten – natürlich durften die obligatorischen Selfies auch nicht fehlen – begannen wir mit unserer Erkundungstour der russischen Hauptstadt. Zunächst besichtigten wir die Basilius-Kathedrale, sowohl von innen, als auch von außen, was ein ganz besonderes ‘Highlight‘ war. Anschließend spazierten wir an der Moskwa entlang und blieben dann geschlagene 15 Minuten lang, um gute Vorbilder zu sein, an einer roten Ampel stehen. Erschöpft und durchgefroren, haben wir uns dann in der Christ-Erlöser-Kathedrale aufgewärmt und die kyrillische Schrift an den Wänden bestaunt. Abends fuhren wir zurück zum Flughafen, von wo später der Weiterflug nach Nishny Novgorod startete. Auf der Busfahrt zum Studentenwohnheim wurden wir wieder richtig wach gerüttelt, nicht nur durch die Koffer, die auf den freien Plätzen hin und her flogen, sondern auch durch die fehlende Federung des Busses. Doch dann hatten wir es geschafft den ersten Tag mit vielen Eindrücken zu beenden – wir waren erfolgreich in Russland angekommen!

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Tag 1 (Donnerstag 20.10.16)
Nach einer kurzen Nacht waren wir schon wiederfrüh auf den Beinen um zur Universität zu fahren. Dort lernten wir die Studenten und die Betreuer kennen und hörten einen Vortrag über„Doing Business in Russia“ von Herr Arshenowski, welcher einen interessanten Einstieg bot. Danach ging es in die Kunstausstellung der Universität und ins Museum der Geschichte der Universität. Nach so viel Kultur waren wir alle ziemlich ausgehungert- also ab in die Mensa! Gestärkt ging es dann in den Verlag „Rido“, wo wir eine Führung durch die Produktion bekamen und sehr erstaunt von manchen Aufgaben waren. Besonders ungewöhnlich war die Aufgabe einer Frau, die nur für das Einkleben von Lesezeichen in Bücherzuständig war. Danach konnten wir einer Fragerunde mit dem Schweizer Chef der Firma beiwohnten. Abends haben wir uns alle in der Küche des Studentenheims getroffen-ein Ort, der in den nächsten Tagen zu einem geliebten Gemeinschaftsraum wurde. So haben wir hier den einen oder anderen Abend bis spät in die Nacht mit einigen russischen Studenten geredet und gelacht.

Tag 2 (Freitag 21.10.16)
Freitag, und wir mussten erneut früh aufstehen. Aufgrund der lustigen ‚Küchen-Party‘ am letzten Abend waren wir alle sehr müde. Das änderte sich jedoch, als wir –wieder in der Uni- während der Vorlesung über die Unterschiede zwischen Deutschland und Russland, unsere Erwartungen und Vorurteile teilen konnten. Wir sollten unsere ehrliche Meinung zu dem Thema sagen und konnten untereinander ein bisschen diskutieren. Nach dem Mittagessen ging es weiter ins Museum, „Kaschirnis Haus“. Dieses Museum zeigte das Haus des russischen Schriftstellers Maxim Gorki und gab uns einen guten Einblick in das damalige Leben der Menschen in Nizhny Nowgorod. Im Anschluss ging es weiter ins Hotel Marriott. Hier bekamen wir eine Einführung vom Manager, der uns unter anderem die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen einem 4-Sterne und einem 5-Sterne Hotel erklärte. Wir teilten uns in Kleingruppen auf und bekamen Führungen durch einzelne Zimmer, wobei man viele Fragen an die Mitarbeiter des Hotels stellen konnte. Nach der Besichtigung wurden wir von Frau Schachranjuk, die den Austausch von russischer Seite aus organisiert, durch die Stadt Nishny Novgorod geführt. Dabei sind wir am Souvenir-Shop vorbeigekommen, in dem wir etwas länger hängen geblieben sind.

Tag 3 (Samstag 22.10.16)
Der Samstag begann mit einem Spaziergang in der Roshdestwenkaja Straße und der Besichtigung einer wirklich wunderschönen Kirche, in der gerade eine Taufe stattfand. Dann ging der Spaziergang weiter entlang der Wolga, und irgendwann türmte sich in der Ferne die Tschakalov-Treppe auf. Manche von uns haben versucht die Treppe hochzulaufen, doch spätestens auf halber Streckegaben alle auf. Die Aussicht von oben war jedoch bemerkenswert. Nach einer kurzen Kaffee-und-Stollen (auf Russisch:Pierogi)-Pause ging es weiter in das Museum für Architektur und Geschichte, das „Rukavischnikows Haus“ heißt. Ein wirklich sehr beeindruckendes, großes Haus, mit einem riesigem Saal und wunderschöner antiker Einrichtung. Weiter ging es danach zum Markt, der eine riesige Auswahl an Trockenfrüchten, sowie auch an frischen Obst und Gemüse, Süßigkeiten und weiteren Produkte anbot. Die Verkäufer waren alle sehr offen und ließen einen gerne die verschiedenen Sachen probieren. Abends sind einige mit dem Bus zur Fantastika-Mall auf der anderen Seite der Stadt gefahren, um Zeit mit den Studenten zu verbringen, während die anderen zu einem kostenlosen klassischen Konzert der Universität gefahren sind.

Stadtbesichtigung Nizhny

Tag 4 (Sonntag 23.10.16)
Das Programm des nächsten Tags begann mit dem Besuch des Werche-Petscherski Klosters, welches auf einem sehr beeindruckenden Gelände hat und eine eindrucksvolle Architektur vorweist. Die Frauen mussten den Kopf und die Beine bedecken. Dann sind wir durch Nishny Novgorod spaziert, wobei wir weitere schöne Ecken der Stadt kennen lernten und bis zum Kreml an der Wolga entlang gelaufen sind. Am Abend haben wir uns das Ballettstück „Dornröschen“ angeguckt, welches allen sehr gut gefallen hat.

Tag 5 (Montag 24.10.16)
Der Montag begann mit der Fahrt nach Semjenov. Hier besuchten wir die Matrjoschka Fabrik, in der uns die Produktion, sowie die Geschichte der Holzpuppe und anderem künstlerischem Handwerk erklärt wurde. Die Produktion vor Ort von Anfang bis Ende zu sehen war sehr beeindruckend, da jeder einzelne Schritt durch eine/-n andere/n Arbeiter/-in durchgeführt wurde. Somit war jeder einzelne Teil der Puppen Handarbeit. Auch die Ausstellung der bemalten Gegenstände war faszinierend, da man sich vorher nicht bewusst war, dass sogar ganze Möbelstücke handbemalt werden, oder das die Fabrik extra für bestimmte Veranstaltungen neue Designs entwirft. Höhepunkt des Besuchs war der Malkurs für unsere eigenen Matrjoschkas, im Anschluss an die Führung. Es hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem aber wurde uns bewusst, wie schwierig es ist Blumen vorne auf eine Matrjoschka zu malen. Jeder von uns bekam die Möglichkeit eine personalisierte, kleine russische Puppe als perfektes russisches Souvenir mit nach Hause zu nehmen. In der Mensa direkt neben der Fabrik gab es sehr leckeres, günstiges und typisch russisches Essen, wie Blini, Buchweizen und Borschtsch.

Tag 6 (Dienstag 25.10.16)
Auf ging es nach Dsershinsk. Dort haben wir die Firmen Thyssen Krupp und Knauf besucht. Bei Thyssen Krupp wurde uns die Firma vorgestellt. Wir wurden über die verschiedenen Produktionsbereiche informiert und sahen die diversen Büros. Hier wurde vor allem deutlich, wie sehr sich eine Firma immer wieder verändern und erweitern muss, um erfolgreich zu bleiben. Bei Knauf gab es etwas zu knabbern, was sehr gut ankam. Im Anschluss wurden die Sicherheitsbestimmungen erläutert und die wichtigsten Merkmale der Firma vorgestellt. In der anschließenden Werksführung bot sich ein interessanter Einblick in die Produktion.

Tag 7 (Mittwoch 26.10.16)
Wir machten uns auf den Weg, den Borski Business-Inkubator in Bor zu besichtigen. Hier bekamen wir eine Vorstellung der unterschiedlichen Firmen, die von dort aus unterstützt werden, lernten den Ablauf der Unterstützung von Start-ups kennen, und konnten die zur Verfügung gestellten Büroräume besichtigen. Daraufhin folgte der Besuch bei dem Unternehmen Trosifol. Trosifol ist ein Hersteller von Sicherheitsfolien für die Verglasung von Automobilien, der seinen Hauptsitz in Troisdorf hat. Man beantwortete uns viele Fragen und zeigte uns auch hier den Produktionsbetrieb. Die Führung durch die Produktion war sehr interessant. Es war darüber hinaus besonders aufschlussreich die Fertigung dort, mit der in Deutschland zu vergleichen – die Deutsche Produktion in Troisdorf ist z.B. viel großer. Außerdem ist der Standort in Bor abhängig von der Lieferung bestimmter Materialien aus Deutschland, was einen großen Verwaltungsaufwand bedeutet. Anschließend sind wir mit der Seilbahn von Bor über die gewaltige Wolga geschwebt, zurück nach Nishny Novgorod. Dort folgte die Besichtigung der Kunstgalerie „Tretjakov-Galerie“. Einige Schüler besuchen danach das Haus einerrussischen Studentin und ihrer Familie und die anderen verbrachten den Tag in der Innenstadt und mit einigen Studenten im Studentenwohnheim.

Tag 8(Donnerstag27.02.16)
Und dann war auch schon das Ende der Reise gekommen. Zunächst hielten wir in der Uni eine kurze Präsentation über Sankt Augustin und die Umgebung, um den russischen Studenten zu zeigen, was sie im Frühling 2017 hier in Deutschland erwartet. Danach tranken wir einen Abschieds-Tee mit allen. Ein paar von uns sind anschließend mit einer russischen Studentin zu ihr nach Hause gefahren, wo es Tee und Blini (dünne Pfannkuchen) für uns gab. Der Besuch gab uns einen guten Einblick in das alltägliche Leben. Wir konnten sogar das Stadium für die WM 2018, welches sich noch im Bau befindet, aus ihrem Wohnzimmerfenster sehen. Abends wurden noch die letzten Besorgungen und damit verbundenen Ausflüge zur Mall und zum Markt gemacht. Da wir am nächsten Morgen schon wieder den Rückflug antreten mussten, hieß es am Ende des Abends schließlich: Abschied nehmen und auf ein baldiges Wiedersehen hoffen.
Alles in Allem war die Fahrt nach Russland eine unglaublich bereichernde und interessante Erfahrung. Wir haben viele neue Freundschaften geschlossen und sind auch als Gruppe enger zusammengewachsen. Durch unser sehr interessantes Programm konnten wir viel über Russland und die Menschen dort lernen.

Auf Wiedersehen in Sankt Augustin!


Fahrtenbericht Russland Oktober 2015
Unsere Fahrt nach Russland begann quasi mitten in der Nacht, da das Treffen für den Flug von Düsseldorf nach Moskau um 4:15 Uhr war. Dementsprechend war die Gruppe nicht sonderlich wach, dennoch war die Vorfreude groß. In Moskau angekommen fuhren wir dann mit der Bahn zum berühmten Roten Platz, der allgemeine Faszination und Begeisterung hervorrief. Der Tag, den wir in Moskau verbrachten, war für uns alle sehr beeindruckend und ein toller Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen in Nishny Novgorod erwarten sollte.
Abends fuhren wir zurück zum Flughafen, wo später unser Flug nach Nishny Novgorod startete. Um circa zwei Uhr nachts kamen wir dann schließlich in unserer Unterkunft in Nishny an, einem Studentenwohnheim ganz in der Nähe des Gorki-PlatzesTag 1
Nach keinen fünf Stunden Schlaf mussten wir schon wieder aufstehen, da eine Vorlesung eines deutschen Professors über „Moderne ökonomische Probleme“ auf dem Programm stand. Leider waren alle zu müde um sich wirklich daran beteiligen zu können. Nach dem Mittagessen ging es daher auch recht zügig zurück ins Studentenwohnheim, wo wir uns ausruhen konnten.
Abends, nachdem gekocht und gegessen wurde, fand dann das erste Mal eine unserer Tee-Partys statt, die sich schnell zur Russlandfahrt-Tradition für uns entwickelte. Tee-Party heißt: alle zehn Mitfahrer und die drei Lehrer Herr Möschel, Herr Böckmann und Frau Hermes sitzen zusammengedrängt in der kleinen Küche im Wohnheim und trinken einen Tee nach dem anderen. Dauernd musste neues Wasser aufgesetzt und neue Teebeutel gekauft werden. Schnell entwickelte sich dadurch eine tolle Gruppendynamik, die bis zum Ende unserer Fahrt anhielt.

Tag 2
Am nächsten Tag mussten wir erneut für eine Vorlesung über Qualitätsmanagement früh aufstehen. Aufgrund der Tee-Party am vorigen Abend, waren wir leider wieder sehr müde und unkonzentriert. Das änderte sich jedoch, als wir nach der Vorlesung die russischen Studenten kennen lernten, unter denen auch diejenigen Studenten waren, die uns im Frühling nächsten Jahres hier in Sankt Augustin besuchen werden. Nach anfänglichen schüchternen Smalltalk-Konversationen entwickelte sich nach einiger Zeit doch ein gutes Gespräch und es wurden die ersten Nummern ausgetauscht.
Nach dem Treffen mit den Studenten wurden wir von Frau Schachranjuk, die den Austausch von russischer Seite organisiert, durch die Stadt Nishny Novgorod geführt, welche besonders in der Innenstadt sehr schön ist.

Tag 3
Am nächsten Morgen besuchten wir das Gymnasium No.1, ein Gymnasium mit einem deutschsprachigen Schwerpunkt. Dort wurden wir von den Schülern herumgeführt, wobei uns sofort die extrem beeindruckenden Deutschkenntnisse der Schüler auffielen. Zwei der sehr netten Schülerinnen, die am besten Deutsch sprechen, gingen anschließend mit uns noch Mittagessen. Danach fuhren wir in eine Weihnachtschmuckfabrik, in der Weihnachtskugeln in allen Farben und Formen hergestellt und per Hand bemalt werden. Dass wir anschließend selbst noch eine eigene Weihnachtskugel bemalen durften, war ein echtes Highlight. Während die meisten sich damit begnügten, einen Schneemann oder Pinguin mithilfe einer Vorlage auf ihre Kugeln zu malen, zauberten einige sogar wunderschöne russische Kirchen auf ihre Kugeln.

Tag 4
Das Programm des nächsten Tags bestand aus einem Spaziergang durch Nishny Novgorod, wobei wir weitere schöne Ecken der Stadt kennen lernten und mit einer Seilbahn über die wirklich gewaltige Wolga schwebten, in die Nachbarstadt Bor und zurück.

Tag 5
Der darauffolgende Sonntag war ein Tag, an dem wir fast den ganzen Tag Freizeit hatten, weshalb die meisten aus der Gruppe mit ein paar der russischen Studenten in einer beliebten Einkaufsmall Billard spielten. Abends traf sich die Gruppe dann wieder komplett, um in dem Opernhaus ein Ballettstück anzusehen. Dabei waren alle sehr von den extrem kurzweiligen und spannenden Tänzen fasziniert.

Tag 6
Am Montag folgte dann der erste Besuch eines Unternehmens, Trosifol. Bei dem Hersteller von Sicherheitsfolien für die Verglasung von Automobilien, der seinen Hauptsitz in Troisdorf hat, wurden uns viele Fragen beantwortet, sowie der Produktionsbetrieb gezeigt, was sehr interessant war.
Abends gingen wir mir Herrn Arzhenowskij von der Universität in einem riesigen Bierlokal essen, das eindeutig an das bayrische Oktoberfest erinnern sollte, was zu einem sehr unterhaltsamen Abend führte.

Besuch Flaig Hommel

Tag 7
Am folgenden Tag besichtigten wir das Museum von „GAZ“, einem russischen Autohersteller. Dort waren in einem riesigen Raum verschiedenste alte Automodelle ausgestellt, was nicht nur sehr beeindruckend aussah, sondern auch wirklich interessant war. Anschließend besuchten wir eine weitere Schule, die Mittelschule No.91. Auch hier wird Deutsch unterrichtet, wir wurden von zwei Schülern auf Deutsch durch das Gebäude geführt. Höhepunkt war ein Besuch im Handarbeitsunterricht, an dem wir aktiv teilnehmen konnten: Jeder hatte die Möglichkeit, eine kleine russische Puppe zu basteln, ein perfektes russisches Souvenir.

Tag 8
Am nächsten Tag fuhren wir zusammen mit einigen der russischen Studenten nach Zavolzhye, wo wir den Betrieb von „Flaig + Hommel“ besichtigten, einem Unternehmen, das seinen Schwerpunkt auf Verbindungstechnik legt. Dort besichtigten wir zunächst den Produktionsbetrieb und hatten anschließend ein höchst interessantes Gespräch mit dem Geschäftsleiter.
In der Nähe von Zavolzhye befindet sich auch die Stadt Gorodez, in der zum Beispiel sehr interessante archäologische Funde gemacht wurden, wie wir bei einem Besuch eines Museums dort feststellten. Danach besichtigten wir die sogenannte „Stadt der Meister“, wo auf sehr beeindruckende Weise traditionelle Handarbeiten wie Töpfern, Sticken oder Schnitzen demonstriert wurden, für welche die Stadt sehr bekannt ist.

Tag 9
Dann war auch schon der letzte Tag gekommen. Zunächst hielten wir in der Uni für die russischen Studenten eine kurze Präsentation über Sankt Augustin und die Umgebung, um den Studenten einen Vorgeschmack auf das zu geben, was sie im Frühling 2016 bei ihrem Besuch hier in Deutschland erwartet. Danach gingen wir in das Studentenwohnheim, in denen wir mit den Studenten das erste Mal in Kontakt getreten waren. Dort hatten die Studenten Tee und Blini (dünne Pfannkuchen) für uns vorbereitet, und wir verbrachten noch einmal viel Zeit mit den Studenten, die uns über die Zeit in Russland begleitet hatten. Abends ließen wir die Fahrt in einer Karaoke-Bar zusammen mit den Studenten ausklingen, wobei vor allem wir Deutschen sehr viel Spaß dabei hatten, bekannte Songs zu verunstalten, indem wir sie mit meist mangelndem Gesangstalent zum Besten gaben. Da wir am nächsten Morgen in aller Frühe bereits wieder nach Hause flogen, hieß es am Ende des Abends schließlich: Abschied nehmen und darauf hoffen, dass wir die russischen Studenten in einem halben Jahr hier in Deutschland wieder begrüßen dürfen.
Alles in Allem war die Fahrt nach Russland eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Neben einer tollen Gruppendynamik hatten wir vor allem ein sehr interessantes Programm, bei dem wir sehr viel über Land und Leute erfahren und lernen konnten. Besonders die russischen Studenten waren sehr nett und auch stets hilfsbereit.
Nicht ohne Grund hieß es in unserer Gruppe auch Wochen nach der Rückkehr nach Deutschland noch oft: Ich will wieder zurück nach Russland!
Julia Elbern

Bericht über die Fahrt 2013
Am 25. Oktober 2013 sind wir fünf Schüler mit unseren beiden Begleitpersonen, Frau Baer und Herrn Möschel in den Flieger nach Russland gestiegen. Wir begaben uns auf die Reise in ein für uns alle völlig fremdes Land, was für alle aufregend war. Zunächst ging es jedoch in die Hauptstadt, Moskau. Dort angekommen hatten wir etwa zwei Stunden Zeit, um uns bei Nacht den Kreml und die berühmte Basilius-Kathedrale anzuschauen. Dann gingen wir noch über den roten Platz und hatten noch etwas Zeit für einen kleinen Imbiss. In einem der typischen Schnellrestaurants saßen dann jedoch zu unserem Erstaunen schon die ersten Geschäftsleute mit einer guten Flasche Vodka. Wir wussten – wir sind in Russland!

Kurz darauf sind wir in den Nachtzug nach Nizhni Novogrod gestiegen. Die Fahrt in den Schlafwagen war ungewohnt und wir vielen direkt als nicht-russisch auf, bekamen dadurch aber viel Gesellschaft zum Kartenspielen. Die Betten waren zweckmäßig und nach einem nicht all zu langen Schlaf kamen wir morgens in Nizhni an. Nadeschda Kotova, die uns während des gesamten Aufenthalt betreute, brachte uns zum Studentenwohnheim, in dem wir die nächsten 10 Tage verbringen sollten. Es gab dort auf jeder Etage eine Etagenfrau, die uns mehr oder weniger verstand, aber immer den Schlüssel für uns bereithielt. Zu unseren täglichen Ausflügen begleiteten uns immer auch ein paar Studenten, um uns ihre Stadt zu zeigen. Außerdem lernten wir noch eine deutsche Studentin, Inka, kennen, die uns bei Sprachschwierigkeiten weiterhelfen konnte.

Die Highlights unserer Reise waren der Besuch beim Unternehmen Trosifol-Bor, dessen Stammwerk wir auch schon in Troisdorf besichtigt hatten, und ein Coca Cola Abfüllwerk. In beiden Betrieben wurde uns eine Werkbesichtigung ermöglicht, der wir sehr interessiert folgen konnten.

Zudem gab es in der Stadt und auf dem Land noch viel kulturelles zu erleben. Am Nationalfeiertag Russlands kamen wir in den Genuss einiger Volkstänze und weiterer Besonderheiten der russischen Kultur. Ein Besuch in einem russisch-orthodoxen Kloster weit außerhalb der Stadt wird uns wohl allen in Erinnerung bleiben. Der Versuch, mit dem kleinen, wackeligen Bus, der uns vorher schon von A nach B gebracht hatte, zu einem außerhalb des Klosters gelegenen Friedhof zu gelangen (auf Wunsch von Herrn Möschel!) scheiterte leider an den zu schlammigen Feldwegen. So kämpften wir uns zu Fuß durch und landeten zwischenzeitlich leider auch im Moor. Wir waren alle froh, als wir nach dem Besuch des kleinen Denkmals zur Erinnerung an die hier begrabenen Kriegsgefangenen des letzten Weltkrieges dann von einem Traktor (gefahren von einem Mönch!) bis zur nächsten Straße gezogen wurden und somit wieder festen Boden unter den Rädern hatten.

Die russischen Studenten begleiteten uns an den meisten Tagen und am Geburtstag einer unserer Schülerinnen besuchten wir dann auch noch eine russische Bar. Auch Herr Möschel und Frau Baer kamen durch die Einladung des Dekans der Uni in den Genuss der russischen Kultur mit allen Sinnen.

Die Zeit verging schneller als gedacht, da wir jeden Tag ein gut durchgeplantes Programm hatten. Zwei Wochen später, an unserem letzten Tag, haben wir den Studenten eine Präsentation über Sankt Augustin und unsere nähere Umgebung vorgetragen, damit sie schon wissen, was sie erwartet, wenn sie ihren Gegenbesuch im April antreten und wir freuen uns sehr darauf, unseren russischen Freunden unser Land zu zeigen und wieder viel Spaß mit ihnen zu haben.

Vera Benkwitz & Marie Gewehr

Bowling in Augustin
Russland 13
Russland 13-2
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