Russlandfahrt 2017 – Der Blog zur Fahrt nach Nizhniy Novgorod

Auch in diesem Jahr besucht eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern Nizhniy Novgorod. Diesmal halten Sie uns „live“ auf dem Laufenden. Folgen Sie hier ihren Eindrücken und Erlebnissen.

10. Tag, Freitag, 10.11.2017
Schnell noch die letzten Sachen zusammengesucht und eingepackt, ein letztes Frühstück in Russland zu uns genommen und schon ging es um etwa neun Uhr auf die Heimreise.
Kurz durchgeatmet ging es mit dem Bus zum Flughafen, von wo wir uns von NN verabschiedeten.
Wer nicht auf den Rubelkurs spekulieren wollte ist das übrig gebliebenen Geld, zumindest in Teilen, im Souvenirshop los geworden oder hat es als Eigeninvestition zwischen den Flügen in Form von Essen angelegt.
In Düsseldorf angekommen erwartete uns jedoch noch eine kleine Überraschung. Ein Koffer hat es nicht aus Russland heraus geschafft und muss nachgeschickt werden.
Nach der Kofferausgabe gab es bereits das erste Wiedersehen und im Anschluss die Verabschiedung von uns untereinander bevor sich die Wege schließlich trennten und jeder müde, glücklich, aber auch ein wenig betrübt, dass die schöne Zeit nun zu Ende sein sollte, nach Hause fuhr.

9. Tag, Donnerstag, 09.11.2017

Morgens sind wir zu Fuß zur Universität gegangen und haben uns in einem großen edlen Raum mit den Studenten und Professoren getroffen.

Zuerst hielt Herr Arzhenowskiy eine Präsentation über Nizhny Novgorod. Anschließend hielten wir einen gelungenen Vortrag auf Englisch über die wirtschaftliche Aktivität in dem Rhein-Sieg-Kreis und Köln.

Leider befürchten wir, dass die meisten russischen Studenten dem Vortrag, aufgrund ihrer Englischkenntnisse, nicht wirklich folgen konnten.
Bevor wir weiterzogen, haben wir mit ihnen Tee getrunken, Gebäck und selbstgemachte Pizza gegessen.

Daraufhin ging es mit der U-Bahn weiter zu einem Streichelzoo. Unglücklicherweise wurden unsere Erwartungen enttäuscht. Der Zoo befand sich im fünften Stockwerk eines Einkaufszentrums, wo die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Es gab Erdmännchen, die sich nicht vergraben konnten, Eulen in einem drei Quadratmeter Gehege, Eichhörnchen auf engem Raum, die im Kreis liefen, um Bewegung zu bekommen und eine Ziege in einem Plastikgehege.

Zum Schluss ärgerten wir uns, dass wir eine solche Haltung durch den Eintrittspreis von 200 Rubel unterstützt haben.

Nachdem wir alle unsere Koffer gepackt haben, gingen wir mit Frau Schachranyuk und zwei Studenten zusammen Essen. Irgendwann wurde es Zeit sich zu verabschieden. Anschließend gingen wir mit unseren russischen Freunden noch Billard spielen. Beim Abschied bekamen wir sogar kleine süße Geschenke. Wir mussten feststellen, wie sehr sie uns ans Herz gewachsen sind.

8. Tag, Mittwoch, 08.11.2017
Heute ging es mit dem klapprigen Bus zu einer Matrjoschka-Fabrik in der Stadt Semjonov. Genau wie wir es uns vorgestellt hatten, war die Werkstatt sehr traditionell gehalten.
In der Herstellung wird jeder Schritt selbst gemacht. Zuerst wird das Holz von einer Buche oder Linde gewonnen, das um die 2 Jahre gelagert werden muss.

Dann wird das Holz in grobe Stücke geschnitten, woraufhin es auf einer Drehmaschine in die richtige Form geschnitzt wird. Gemäß des traditionellen Aspekts trug die Maschine die Aufschrift: „Made in Western Germany“. Bei Sonderbestellungen, wie zum Beispiel sehr große Figuren, werden die einzelnen Matrjoschkas per Hand geschnitzt.
Weiter ging es aus der Holzwerkstatt in einen Raum, der stark nach Farbe roch. Hier saßen Frauen in Kleiderkitteln direkt nebeneinander und bemalten duzende Matrojschkas. In Windeseile verzierten sie eine nach der anderen. Es sah alles total einfach aus, bis wir es dann selbst probierten. Für diese hoch konzentrierte Tätigkeit verdient eine Arbeiterin bei acht Stunden am Tag umgerechnet 250 Euro im Monat.
Als wir schließlich selber eine Matrojschka bemalten, mussten wir mangelnde Kreativität und Konzentrationsfähigkeit erleben. Es war tatsächlich viel schwerer als gedacht. Jedoch ist eine selbstgemachte Matrojschka ein schönes Andenken an Russland.


Danach schauten wir uns noch den Prozess an, wie traditionelle Teller, Löffel und Figuren aus Holz hergestellt werden. Auch hier ist alles Handarbeit. Zwar waren die Erzeugnissen sehr beeindruckend, aber für unseren Geschmack etwas zu kitschig. Nach einem Mittagessen in der Kantine, konnten wir in dem Souvenirladen originale Matrojschkas als Mitbringsel für unsere Familie kaufen.
Abends waren wir mit den Studenten unterwegs und haben nett zusammen Burger gegessen.

Tag 7, Dienstag, 07. November 2017
Heute ging es schon wieder früh raus aus den Betten, da ein Besuch bei Trosifol anstand.
Nach dem Frühstück ging es dann auch los zu dem Unternehmen. Es stand eine 30 minütige Fahrt an, die uns durch Nizhny Novgorod und durch Bor führt. Bor ist die Stadt, die auf der anderen Seite der Wolga liegt. Es ist vergleichbar wie Bonn und Bonn-Beuel.
Angekommen in der Firma erhielten wir wie immer eine Sicherheitseinweisung, welche dieses Mal überraschenderweise auf Deutsch war. Mit der Thematik des Unternehmens waren wir schon teilweise vertraut, weil wir ja in Deutschland auch schon Trosifol besichtigt hatten. Trosifol steht für TROisdorferSIcherheitsFOLien und produziert eine Folie, welche zwischen Glas benutztwird, um dieses zum Beispiel Steinschlagsicher zu machen. Trosifols Produkte werden viel in der Autoindustrie bei den Windschutzscheiben benutzt. Man findet die Folie aber auch vermehrt in Gebäuden wie Flughäfen oder Bürogebäuden wie dem Posttower in Bonn.
Besonders an der Tovhterfirma des deutschen Unternehmens ist, dass es teilweise mit Rohstoffen arbeitet, aber es auch zum Teil Folienreste wiederverwendet, sie also recyclet. Die Prozesse sowie die Apparaturen machen nicht so einen modernen Eindruck wie die in Deutschland. Man muss jedoch auch sagen, dass die Anforderung in Deutschland höher sind und man deswegen penibler arbeiten muss.
Die Fabrik in Bor ist bedeutend kleiner als die Fabrik in Deutschland. Sie produziert pro Jahr so viel wie die deutsche Partnerfirma in Troisdorf in einem Monat.
Nach der zweistündigen Unternehmensbesichtigung ging es zurück in unser Studentenwohnheim. Diesmal benutzten wir jedoch nicht den Bus, sondern machten Gebrauch von der längsten Seilbahn der Welt, welche uns über die Wolga nach Nizhny Novgorod brachte. Die Fahrt dauerte 12 Minuten.
Vom anderen Ufer machten wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zu unserer Herberge.
Als wir angekommen sind, stand ausruhen auf dem Plan. Es stand später ja noch ein Balettbesuch an. Nach einem entspannten Mittagsschlaf und einer Stärkung mit Pilmeni startete der Abend um 17 Uhr. Um der Kälte zu entkommen haben wir erneut wieder die Straßenbahn genommen.
Um 18 Uhr fing das Spektakel an. Wir saßen in einem prächtigem Raum mit einer großen Bühne welcher jedoch nur zu 70% gefüllt war. Wir warteten gespannt, bis dann endlich die ersten Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne kamen. Sie spielten Spartakus in Form einer traditionellen Aufführung.
Aufgeteilt in drei Akte versuchten wir best-möglich der Geschichte zu folgen. Leider war dies teilweise nicht möglich, weil man zu abgelenkt von der Choreographie der einzelnen Tänzer und Tänzerinnen war.
Zurück nahmen wir einen Umweg und zogen nochmal in die Innenstadt los, wo wir uns noch in einem Restaurant gestärkt haben. Gestärkt ging es spät abends zurück ins Wohnheim, wo wir ins Bett gefallen sind und einen guten Schlaf genießen durften.

Paul

6. Tag Montag, 06. November 2017

Heute hat der Wecker sehr früh geklingelt. Bereits um 7 Uhr hatten wir die Ehre uns zu erheben und in die Dusche zu springen.

Nach einem dennoch entspannten Frühstück lag eine ca. zweistündige Busfahrt vor uns. Mit 12 Leuten war der Bus gut besetzt und der Platz knapp, doch mit etwas Schlaf ging die Fahrt auch schnell vorbei. 120 km südlich von Nizhny Nowgorod liegt die Stadt Arsamas, welche für den Abbau von Gips bekannt ist. Wir waren überrascht, dass Gips ein Stein ist, den man wirklich abbauen kann: er ist weiß und glitzert, ähnlich wie Marmor.

Wir bekamen eine Einweisung durch eine nette Frau und zogen uns überdimensionale Winterjacken an, in welcher besonders Hanna wie ein langjähriger Bodybuilder aussah. Ebenfalls bekamen wir LED-Lampen und einen Helm, und somit waren wir fertig für die Tour in den Schacht und das unterirdische Geologie-Museum.

70 Meter unter der Erde war es sehr kalt und wir waren froh über die schicken Winterjacken.

Die Frau, die unsere Führung leitete erklärte uns den Verlauf der Geschichte des Bergwerkes, besonders interessant war die Rolle im zweiten Weltkrieg, der in Russland ab 1941 mit dem Überfall Nazi-Deutschlands begann. Die Produktion lief zu dieser Zeit auf Hochtouren, da der Bedarf an Gips in Krankenhäusern für verletzte Soldaten extrem groß war. Im unterirdischen Museum konnte man ebenfalls fertige Produkte aus Gips sehen, es gibt außer dem herkömmlichen Gips für Knochenbrüche auch Fliesen, Steine, Geschirr oder Kunst aus Gips.

Erstaunlicherweise gab es im Museum auch noch einen Parcour durch eine unterirdische Grotte, in welcher verschiedenste Foltermethoden und gruselige Figuren und Dinosaurier ausgestellt wurden. Der Zusammenhang zum Gips war zwar fraglich, aber die Ausstellung war trotzdem amüsant.

Nachdem wir halb erfroren wieder an der Oberfläche ankamen, fiel auf, dass es heute „sehr“ warm war, 4°C fühlt sich fast wie Sommer an.

Dann sind wir zu einem Restaurant gefahren, in welchem wir überraschender Weise 3 Gänge bekamen, und haben dort zu Mittag gegessen: Salat aus Roter Beete und Fisch, Borschtsch und einem Auflauf mit Kartoffeln, Fleisch, Käse und Pilzen, umgerechnet für nur 5€. Wir sind immer wieder erstaunt über den Preis von Lebensmitteln!

Mit vollem Magen ging es dann in die Innenstadt von Arsamas: sie ist mit 106.000 Einwohner die drittgrößte Stadt der Region, und bei einem Rundblick über den Hauptplatz der Stadt fallen sofort mehrere Kirchen auf, die Stadt ist nämlich Heimat von 11 Kirchen und 2 Klöstern.

Wir spazierten eine Runde durch die Stadt, welche ein wenig an San Francisco erinnert, da die Hauptstraße sehr steil ist und die Häuser und Läden terassenartig angeordnet sind.

Müde machten wir uns mit dem Bus wieder auf den Weg zum Studentenwohnheim, schliefen auf dem Weg ein wenig oder betrachteten die untergehende Sonne aus dem Fenster. Die Straße ist allerdings recht holprig, Up’s and down’s wie auf einer Achterbahn.

Nun sitzen wir gemeinsam in der Küche, trinken Tee und haben uns für heute Abend mit den russischen Studenten zum Abendessen verabredet.

*mic drop*

Jonas

Tag 5 Sonntag, 05. November 2017

Einmal so richtig ausschlafen.

Erst um ein Uhr nachmittags stand die Kirch- und Sehenswürdigkeitbesichtigung an. Zunächst ging es zu Fuß in das historische Zentrum Nizhniy Nowgorods wo es, neben altertümlichen Häusern, drei prunkvoll geschmückte, christlich-orthodoxe Kirchen zu bestaunen gab, deren farbenfrohe Kuppeln, aufgrund des leider sonst verregneten Wetters, besonders herausstachen.

Mit einem Kopftuch als Rock, denn: „Frau muss Frau bleiben.”, so die Regel, und Abnehmen der Kopfbedeckung war es uns möglich das Innere der Kirchen zu betrachten und uns von der kunstvoll verzierten und vergoldeten Einrichtung, sowie den Wandbemalungen, beeindrucken zu lassen.

Nach einem kleinen Stopp in einem Cafe und gefüllten Teigtaschen, Perogen genannt, vom Bäcker ging es am Ufer der Wolga entlang zu der Tschkalowschen Treppe, welche vom Ufer 369 Stufen hoch zum Kreml am Mininplatz führt. Jährlich wird dort ein Wettrennen veranstaltet, bei dem die  Person, der es gelingt als Erste die Treppen im Rennen zu erklimmen, ein Auto gewinnt.

Zwar ohne Auto, aber dafür mit den übrig gebliebenen Perogen als Ansporn, ging es für uns ebenfalls die Stufen hinauf. Oben angekommen trennten sich die Wege. Mit einigen russischen Studenten verbrachten wir Schüler*innen den späten Nachmittag im Billard- und Bowlingcenter. Erst gegen Abend trafen wir uns wieder mit unseren mit Frau Sommerfeld und Herrn Schmidt, um in einem Restaurant hausgemachte russische und ukrainische Gerichte zu probieren, welche auch wirklich allen hervorragend geschmeckt haben.

Tag 4, Samstag, 04. November 2017

Heute ist der 4.November, der russische Nationalfeiertag zur Einheit des Volkes, der sich auf die Befreiung Moskaus 1612 zurückführen lässt. Die Einheit des russischen Volkes war an diesem Tag besonders zu spüren. Die Einwohner waren auf den Straßen und feierten ausgelassen ihre Nationalität. Die Stimmung war so mitreißend, dass wir uns schon selber fast als Russen vorkamen.

Zuerst spazierten wir an der Wolga entlang zu einem Museum. Das Gebäude war die ehemalige Heimat einer reichen Handelsfamilie. Insbesondere den Ballsaal fanden wir am beeindrucktesten. Hohe Wände, gigantische Kronleuchter und goldene Verzierungen zierten den Saal. Zudem war jede Wand ein Kunstwerk für sich.

Zu Fuß ging es weiter zum Mininplatz. Überall waren zur Feier des Tages bunte Zelte mit russischem Essen und Souvenirs aufgebaut. Leider mussten wir bis 2 Uhr warten um Essen kaufen zu können, da die offizielle Kommission der Stadt kommen würde. Aus diesem Grund musste noch alles perfekt aussehen.

Danach haben wir mit Turbo-Geschwindigkeit selber gesundes Mittagessen gezaubert.

Abends besuchten wir das Musikkonservatorium von Nizhny Novgorod. Wir hörten uns ein klassisches Klavierstück kostenlos an.

Im Anschluss ging es zurück zum Mininplatz, an dem bis dahin laute Musik von der Bühne erklang. Russische Volksmusik wurde mitreißend vorgeführt und das Publikum tanzte mit. Um 9 Uhr begann ein spektakuläres Feuerwerk. Spät abends fielen wir alle tot ins Bett. Autor Linus

Tag 3, Freitag, 03. November 2017 
Wir haben uns immer noch nicht an die Zeitumstellung gewöhnt. Obwohl wir um 7 Uhr aufgestanden sind, hat es sich wie 5 Uhr angefühlt.
Heute stand zuerst eine Besichtigung der Firma Rusvinyl an, die Polyvinylchlorid (PVC) herstellt.
Am Anfang bekamen wir eine Sicherheitsanweisung durch zwei Damen, einmal auf Englisch und auf Russisch. Um durch den Produktionsbereich gehen zu dürfen, mussten wir schicke Sicherheitskleidung tragen. Dazu gehörten viel zu große Eisenkappenschuhe, Gasmasken, Jacken, Helme und Schutzbrillen. Wie der Zufall es wollte, wurden wir von einem deutschen, munteren Chefingenieur geführt.

Mit viel Humor legte er uns die einzelnen chemischen Produktionsvorgänge dar, sodass auch wirklich jeder mitkam. Wir stellten fest, dass das Gelände unglaublich groß war. Zudem versucht das Unternehmen in der Zukunft Abfallstoffe in der Produktion wiederzuverwerten, was laut Erklärung einmal der Umwelt hilft, aber auch mehr Geld für die Firma bedeutet. Interessant war auch, dass das Unternehmen Wasser aus der Wolga deutlich sauberer wieder zurück in den Fluss führt.

Nach der Führung ging es mit einem klapprigen Bus weiter in ein Einkaufszentrum „Mega“. Eine Stärkung und viel Kontakt mit den russischen Studenten später fuhren wir wieder zurück zum Wohnheim.
Nachmittags haben wir erneut das Stadtzentrum begutachtet. Zum frühen Abendessen sind wir in ein russisches Restaurant eingekehrt. Da keiner von uns Russisch wirklich weder reden noch verstehen konnte, haben wir per Zufall unser Essen gewählt, indem wir einfach auf die Karte gezeigt haben.
Im Anschluss haben wir uns mit den russischen Studenten getroffen, um den Abend schön ausklingen zu lassen. Mittlerweile können wir uns mit den russischen Austauschpartnern deutlich besser verständigen.

Hanna und Charlotte

 

Tag eins in Nizhniy Novgorod, Donnerstag, 02. November 2017 
Unser erster ganzer Tag in Nizhniy Novgorod. Aufgestanden mit frischem Schnee ging es ans Frühstück. Mit vollem Magen wurden wir um 9:30 Uhr abgeholt und los ging es zur Uni, wo wir beim Teetrinken die russischen Studenten kennengelernt haben.
Zunächst erhielten wir eine kleine Führung über das Gelände mit einer Führung im hauseigenem Museum. Das Gelände der Uni ist sehr groß. Die Uni besteht aus neun Gebäuden, die teilweise baulich vom Jugendstil geprägt sind und deshalb sehr beeindruckend waren.

Die Führung hat mit einer Stärkung in der Mensa geendet, wo es Kartoffelbrei und Hähnchenfrikadellen und typisch russischen Tee gab.
Der nächste Punkt auf unserem Tagesplan war der Besuch bei Tekom. Wir wurden nett mit einem kleinen Vortrag empfangen bei dem wir viel über die Vielseitigkeit der IT-Branche in Russland gelernt haben.
Nach dem Vortrag sind wir ins Zentrum gelaufen, wo wir Pilmeni gegessen haben. Pilmeni sind mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen und sind eine nationale Spezialität für Russland.
Zu Fuß ging es los zur Wolga. Durch die Innenstadt und vorbei am Regierungsgebäude, sind wir nach einem 30 minütigen Marsch angekommen.
Nachdem ein russischer Student namens Anton uns verriet, dass man in Russland auf ausgestellte Panzer klettern darf, könnten wir uns nicht mehr halten und haben erstmal die Spitze der Gerätschaft erklommen.

Bei gefühlten -10 Grad ging es zurück zu unserem Studentenwohnheim, wo wir den Tag mit einer gemütlichen Runde in der Küche mit Tee ausklingen lassen haben.

Paul

Mittwoch, 01.11.2017: Erster Tag

Um 3 Uhr machten wir uns zusammen im Siebensitzer auf, um zum Düsseldorfer Flughafen zu fahren. Von dort ging es für uns nach Moskau: Das erste Highlight des Tages war wohl für alle die leere Maschine, sodass wir uns alle eine Reihe krallen konnten und noch gut geschlafen haben.
Angekommen in Moskau sind wir mit dem „Aeroexpress“, einem Zug vom Flughafen in die Innenstadt gefahren. Beim Blick aus dem Fenster fällt sofort auf: Moskau ist wirklich gigantisch.
Kilometerweise Häuserblöcke, Wohnungen ohne Ende und besonders Garagen entlang der Zugstrecke ohne Ende. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass es gar nicht mehr aufhört und die angeblichen 20 Millionen Einwohner im Ballungsraum Moskaus werden sehr realistisch.
Dann angekommen am Roten Platz erwartet uns das komplette Gegenteil: Prunk, Marmor, Glitzer und Security.
Wir gingen vorbei am Bolschoi Theater zum Roten Platz und zur berühmten Basilius Kathedrale.

Der Luxus und der exklusive Lifestyle der gehobenen Schicht führte sich im „Gum“ fort, ein Kaufhaus mit Gucci, Prada, Dior und allem was das Schicki-Micki-Herz begehrt. Nicht so unsere Welt, und wir freuen uns, am frühen Abend zurück zum Flughafen zu fahren, um endlich zu unserem Ziel Nishniy Novgorod zu fliegen.
Nach einem einstündigen Flug wurden wir von Herrn Arshenowski sehr freundlich im Kleinbus abgeholt und wurden sofort in den russischen Verkehr geworfen: der 90er-Schlager läuft im Radio, jeder fährt so ein bisschen, wie er will, es schneit und man ist ein bisschen froh, dass man selbst nicht fährt.
Angekommen im Studentenwohnheim muss man sich auch erstmal an die Situation gewöhnen. Es wirkt sofort gemütlich und familiär und man fühlt sich sehr Willkommen, obwohl alles ganz anders ist als Zuhause: Tapete und Teppich bzw. Fliesen erinnern ein wenig an die DDR, aber es ist wirklich sehr gemütlich.
Zusammen haben wir als Spontanlösung für den ersten Abend noch Spaghetti Bolognese gegessen und freuen uns nun auf eine ereignisreiche Zeit, mit vielen neuen Erfahrungen und viel Spaß.

Jonas