Vortrag zur Geschichte der EU am Europatag am RSG

Am 02. Mai 2019 konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 9, EF und Q1 auf einen spannenden Europatag am Rhein-Sieg-Gymnasium freuen!
Eröffnet wurde das Programm von Frau Eitze – Schütz, ehemals langjährige Leiterin des PAD der KMK und gleichzeitig Leiterin der Nationalen Agentur für Comenius, heute Teil von ERASMUS+.
Um die Schülerinnen und Schüler auf die im Anschluss folgende Podiumsdiskussion zur Europawahl 2019 vorzubereiten, begann Frau Eitze – Schütz ihren Vortrag mit einem Rückgriff auf die Geschichte Europas und der europäischen Union. Sie verwies auf die geografische Lage des europäischen Kontinents und zeigte anschaulich anhand verschiedener Karten, dass Europa tatsächlich, im Verhältnis zur Welt, recht klein ist. Außerdem verdeutlichte sie, dass wir Europäer uns eventuell ganz anders sehen, als die Amerikaner oder die Skandinavier.
Anschließend schlug sie den Bogen zur Ursprungsgeschichte der EU, die zunächst als Wirtschaftsgemeinschaft im Anschluss an die Gräuel der Weltkriege gegründet wurde. Denn die Geschichte Europas ist kriegerisch und verbunden mit Vorurteilen und Animositäten gegenüber den europäischen Nachbarn, daher war die Gründung der EU bis heute sehr wichtig, um den Frieden in Europa zu sichern. Sie zitierte hier Jean-Claude Juncker „Wer an Europa zweifelt, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.“
Frau Eitze-Schütz nahm den Wunsch nach Frieden in Europa zum Anlass, zu ihrem Fachgebiet überzugehen – die Bildungsprogramme der EU: Comenius und Erasmus. ERASMUS – das Programm für die Mobilität im Hochschulbereich – wurden allerdings erst 1987 eingeführt, 30 Jahre nach der Gründung der EU, da man erkannte, dass tiefer Frieden und ein Gefühl für Europa nur entstehen kann, wenn man den Nachbarn versteht. Dieses Verständnis für die anderen Kulturen möchte man vor allem bei der Jugend erreichen, so dass diese auch in Zukunft für den europäischen Gedanken einsteht.
Daher schloss der Vortrag mit den schönen Worten des italienischen Schriftstellers Luciano De Crescenzo:
„Jeder von uns ist ein Engel mit nur einem Flügel. Und wir können nur fliegen, wenn wir uns umarmen.“

Simmer dann nit all’ he Engel
die nur eine Flöjel han?
Wenn mer richtig fleje wulle
bruche mer dä Nevvemann.
(op Kölsch von den Höhnern)

ZUB