Bundessiege „Jugend forscht“ und NRW-Umweltpreis gehen an Schüler des RSG

Bundessieg bei „Jugend forscht„! 

Felix Möller, Jonas Mauelshagen und Benjamin Quirin, alle drei Schüler der EF, haben mit ihrem Projekt „Eine Einkaufshilfe nicht nur für Kleinwüchsige“ den Bundespreis der Christoffel-Blindenmission (CBM) gewonnen. Sie haben sich damit gegen 15 weitere Landessieger aus den Bundesländern durchgesetzt. Zuvor haben sie beim Bundesfinale Jugend forscht im Mai 2021 bereits eine Auszeichnung für das beste Projekt im Bereich Prävention und Inklusion erhalten. Die drei jungen Forscher haben innerhalb von zwei Jahren eine Einkaufshilfe (Leiter plus Einkaufskorb auf Rollen) entwickelt, die Menschen bis zu einer Größe von 1,60 Meter das Einkaufen im Supermarkt erheblich erleichtert.
Bereits in der Wettbewerbsrunde 2020 konnten Felix, Jonas und Benjamin eine Einkaufshilfe für Kleinwüchsige (gesetzlich geregelt bis zu einer Größe von 1,40 Meter) mit großem Erfolg einem breiten Publikum vorgestellt. Im Zuge des Wettbewerbs wurden auch die Medien auf ihre Erfindung aufmerksam und berichteten. Die Resonanz der Zuschauer war nicht nur durchweg positiv, sondern auch überraschend groß. Unter anderem haben sich über 400 Interessierte gemeldet, die, zwar nicht Kleinwüchsig, aber doch unter 1,60 Meter groß sind. Und sie haben genau das gleiche Problem wie Kleinwüchsige! Auch für sie sind die Regale im Supermarkt oftmals viel zu hoch, um ohne fremde Hilfe an die dort platzierten Waren zu gelangen.
Felix, Jonas und Benjamin haben ihre Einkaufshilfe für Kleinwüchsige aus 2020 daraufhin noch einmal überarbeitet und sie so verändert, dass sie nun von allen Menschen bis zu einer Größe von 1,60 Meter genutzt werden kann. Damit überzeugten sie die Jury im Bereich Arbeitswelt beim Bundeswettbewerb Jugend forscht genauso wie die Jury des CBM.
Auch die Mitglieder des Bundesselbsthilfeverbandes kleinwüchsiger Menschen e.V. sind begeistert von der Einkaufshilfe. So haben Sandra (1,17 Meter) und Mike (1,25 Meter) Wiese die Einkaufshilfe bereits während des Wettbewerbs auf ihre Alltagtauglichkeit geprüft. Nach dem Bundesfinale haben die drei Schüler ihnen dann als Dankeschön für ihre Unterstützung die Hilfe geschenkt. Seitdem kann man die beiden Sankt Augustiner hier vor Ort mit ihrer Hilfe einkaufen sehen.

NRW-Umweltpreis geht ebenfalls ans RSG

Mit dem NRW-Umweltpreis konnten Felix, Jonas und Benjamin noch einen weiteren Preis, dieses Mal auf Landesebene, gewinnen. Mit ihrem Projekt „Wir sagen den Kippen den Kampf an“ überzeugten die drei Schüler die Umweltjury des Jugend-forscht-Landeswettbewerbs NRW. Verliehen wurde der Preis von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.
Zigarettenkippen stellen ein ernstzunehmendes Umweltproblem dar und bieten zudem Gesundheitsrisiken beispielsweise für Kleinkinder, welche die Kippen verschlucken können. Um dieses Problem zu lösen, entwickelten Felix, Jonas und Benjamin am 3D-Drucker einen Pfandautomaten und führten Versuche zur Eignung und Akzeptanz von sogenannten Ballot Bins an Spielplätzen und Bus- und Bahnhaltestellen durch. Dabei ist ein Ballot Bin ein Mülleimer für Zigarettenkippen und eine Wahlurne zugleich. Dort können Raucher mit ihrer Kippe zum Beispiel über Fragestellungen wie „Die Maskenpflicht soll bleiben – ja oder nein“ abstimmen und sollen so animiert werden, ihr Kippen nicht mehr auf den Boden zu werfen.