Erprobungsstufe (Jg. 5+6)

Liebe Eltern,
der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium stellt für Eltern und Kinder häufig eine Herausforderung dar und ist eigentlich immer mit kleineren oder größeren Fragen verbunden.
In diesem Wissen haben wir folgenden Fragenkatalog entworfen, um Ihnen einige Antworten zu geben und Ihnen und Ihrem Kind den Schritt zu unserem Gymnasium zu erleichtern. Darüber hinaus können Sie uns natürlich auch gerne jederzeit kontaktieren.

Ihre Erprobungsstufenleitung
Frau Riegler, Frau Nilius und Herr Kohlhaas

Was ist die Erprobungsstufe an einem Gymnasium?

Was ist die „Erprobungsstufe“?
Die Klassen 5 und 6 der Erprobungsstufe bilden eine sogenannte organisatorische und pädagogische Einheit, welche die Möglichkeit der Erprobung, Förderung und intensiven Beobachtung der Schülerinnen und Schüler und ihrer individuellen Entwicklung bietet. Sie hat zum Ziel, gemeinsam mit den Eltern herauszufinden, ob die Schülerin oder der Schüler für die Schulform des Gymnasiums geeignet ist und den Anforderungen gerecht werden kann.
Anknüpfend an die Lernerfahrungen in der Grundschule werden die Kinder in diesen 2 Jahren an die Unterrichtsmethoden und Anforderungen des Gymnasiums herangeführt, um dieses später mit dem Abitur erfolgreich zu absolvieren.
Um den Schülerinnen und Schülern Raum für ihre Entwicklung zu geben, findet daher am Ende der Klasse 5 keine Versetzung statt, sondern alle Schülerinnen und Schüler gehen unabhängig von ihren Leistungen in die Klasse 6 über.
In vier Erprobungsstufenkonferenzen pro Schuljahr beraten alle in der Klasse unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer über die Entwicklung jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers, Möglichkeiten zur Überwindung etwaiger Schwierigkeiten sowie individuelle Fördermöglichkeiten.
Unter anderem erhalten Schülerinnen und Schüler mit deutlichen Schwächen in einem Hauptfach ab dem zweiten Halbjahr der Klasse 5 eine Förderstunde in dem betreffenden Fach.
Zu einer der Erprobungsstufenkonferenzen in Klasse 5 werden auch die Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen eingeladen. Bei diesem Austausch erfahren diese, wie ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler am Gymnasium zurechtkommen. Wir erhalten im Gegenzug wichtige individuelle Informationen zu den Schülerinnen und Schülern sowie den Voraussetzungen, welche sie von den Grundschulen mitbringen. Durch diese Kooperation können wir etwaige Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung verstehen und ihnen entgegenwirken.
Die Erprobungsstufenkonferenz zum Ende der Klasse 6 bestätigt mit der Versetzung der Schülerin/des Schülers in die Klasse 7 auch die Eignung für das Gymnasium, was den erfolgreichen Abschluss der Erprobungsstufe bedeutet.
Bei auftretenden Problemen werden Sie als Eltern frühzeitig informiert, um gemeinsam nach individuellen Lösungen zu suchen. Wenn sich in der Beratung herausstellt, dass Ihr Kind an einer anderen Schulform besser gefördert werden könnte, würden wir die Empfehlung zum Schulformwechsel aussprechen.
Die Möglichkeit einer Nachprüfung ist am Ende der Erprobungsstufe nicht vorgesehen. Eine Wiederholung der Jahrgangsstufe 5 oder 6 ist in der Erprobungsstufe nur in Ausnahmefällen auf Antrag möglich und bedarf der Zustimmung der Erprobungsstufenkonferenz bzw. Versetzungskonferenz.

Wird mein Kind am RSG nach G8 oder G9 Abitur machen?
Von Seiten der Landesregierung und der zuständigen Ministerin gibt es die Auskunft, dass zum Schuljahr 2019/20 alle Gymnasien auf G9 umgestellt werden und zwar sowohl für die dann aktuellen Fünft- als auch für die Sechstklässler. Es wird allerdings für die Schulen die Möglichkeit geben bei G8 zu bleiben, wenn die Schule einen entsprechenden Antrag stellt und sich in den entscheidenden Gremien der Schule (z.B. Lehrerkonferenz, Schulkonferenz) eine eindeutige Mehrheit findet.
Die gesetzlichen Regelungen für die inhaltliche Ausgestaltung des G9-Abiturs werden im Verlauf des Schuljahrs 2017/18 erfolgen, bis dato gibt es darüber aber noch keine Auskünfte.
Natürlich haben wir am RSG uns bereits Gedanken über die Frage G8 oder G9 gemacht. Auch wenn wir natürlich noch keine Kenntnis der inhaltlichen Ausgestaltung von G9 haben, also z.B. noch nicht wissen, wann die zweite Fremdsprache einsetzen oder wie die Stundentafel gestaltet sein wird, sind wir in den entscheidenden Gremien des RSGs mit großer Mehrheit der Auffassung, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern größere individuelle Entfaltungsmöglichkeiten mit G9 bieten können. Insofern wird das RSG mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Schuljahr 2019/20 zu G9 wechseln und damit auch Ihr Kind, das dann in der Klasse 5 oder 6 sein wird.

Wie können Sie das RSG kennenlernen?

Welche Informationsveranstaltungen in Sankt Augustin und Bonn gibt es?
Wir stellen uns auf einer Informationsveranstaltung im Rathaus der Stadt Sankt Augustin und im Raum Bonn-Beuel vor und stehen dort für Ihre Fragen zur Verfügung. Diese Veranstaltungen finden in der Regel einige Wochen vor den Herbstferien statt. Die genauen Termine werden Ihnen dann von Ihrer Grundschule mitgeteilt.

Was ist der Informationsabend am RSG?
Im November findet im Zusammenhang mit dem Tag der offenen Tür ein Informationsabend für die interessierten Eltern statt, an dem wir Sie umfassend über das RSG in all seinen Facetten informieren werden.
Auch der Ablauf der Beratungsgespräche, die Anmeldemodalitäten sowie die Abläufe des ersten Jahres Ihres Kindes am RSG werden hier ausführlich erläutert. Es bieten sich hierbei auch Gelegenheiten für persönliche Gespräche mit den Beteiligten des RSGs.

Was ist der Tag der offenen Tür?
Dieser Tag wird – im Gegensatz zum Informationsabend– besonders für die Kinder gestaltet und hat eher den Charakter eines Schulfestes. Neben Unterrichtsvorführungen werden besonders Projekte zum Mitmachen angeboten.
Am „Tag der offenen Tür“ öffnen wir für Grundschulkinder und Eltern alle Türen unseres Gymnasiums. In der Zeit von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr an einem Samstag im November haben alle Zeit, am Anschauungs- und Schnupperunterricht der Jahrgangsstufen fünf und sechs sowie vielen weiteren Projekten und Workshops teilzunehmen und sich zu informieren. Schulleitung, Erprobungsstufenleitung, das Übermittagspersonal, Lehrerinnen und Lehrer stehen Ihnen dabei für Einzelgespräche zur Beratung und zur Beantwortung individueller Fragen zur Verfügung.

Was sind Beratungsgespräche?
Unmittelbar nach dem Tag der offenen Tür beginnen die unverbindlichen Beratungsgespräche. Dabei erhalten Sie als Eltern mit Ihrem Kind Gelegenheit, sich in einem persönlichen Gespräch mit einem Mitglied des Aufnahmeteams über die verschiedenen Möglichkeiten am RSG zu informieren und beraten zu lassen.
Das Beratungsgespräch findet immer mit Ihnen und Ihrem Kind statt und dauert ca. 20 Minuten. Bitte bringen Sie hierfür nur eine Kopie des Endjahreszeugnis der Klasse 3 mit. Termine können ab dem „Tag der offenen Tür“ persönlich oder telefonisch über das Sekretariat bei Frau Leuwer vereinbart werden (montags bis donnerstags: 8:00 bis 15:00 Uhr). Zu Beginn des 2. Halbjahres finden dann die Aufnahmegespräche statt.

Anmeldung – Wie melde ich mein Kind am RSG an?

Wann kann ich mein Kind am RSG anmelden?
Mit dem Zeugnis des 1. Halbjahres der 4. Klasse erhalten Sie von der Grundschule eine Empfehlung und ein Anmeldeformular für die Anmeldung an einer weiterführenden Schule. Zu diesem Zeitpunkt konnten Sie unsere Schule schon in unterschiedlicher Weise kennen lernen.
Nach der Zeugnisausgabe können Sie Ihr Kind in einem von der Bezirksregierung festgelegten Anmeldezeitraum für Gymnasien (vorwiegend Februar/März) bei uns anmelden. Den genauen Anmeldezeitraum finden Sie dann auf unserer Homepage.
In diesem Anmeldezeitraum können Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 15.00 Uhr die Anmeldeunterlagen bei uns abgeben. Sollten Sie keine Möglichkeit haben in dieser Zeit die Anmeldeunterlagen abzugeben, dann können Sie mit uns natürlich auch einen individuellen Termin vereinbaren.
Sie müssen nicht am ersten Tag kommen, da wir erst nach Ablauf des Anmeldezeitraums über die Aufnahme entscheiden, die Reihenfolge der Anmeldungen spielt dabei keine Rolle.

Wie läuft das Anmeldegespräch ab?
Die Anmeldung am RSG ist immer mit einem persönlichen Gespräch mit einem Mitglied des Aufnahmeteams, Ihnen und Ihrem Kind verbunden. Dieses Gespräch dauert ca. 15 Minuten und hat keinen Prüfungscharakter, sondern ist vielmehr ein gegenseitiges Kennenlerngespräch und bietet Ihrem Kind und Ihnen natürlich auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Termine für Anmeldegespräche können im Anmeldezeitraum persönlich oder telefonisch über das Sekretariat bei Frau Leuwer vereinbart werden (montags bis donnerstags: 8.00 bis 15.00 Uhr oder nach individueller Absprache).
Das Gespräch ist für Ihr Kind eine aufregende Situation. Daher führen wir in der Regel mit Ihrem Kind entweder das Beratungsgespräch oder das Anmeldegespräch. Hatten Sie also bereits ein Beratungsgespräch mit uns, dann reichen Sie bitte im Anmeldezeitraum (ca. Februar/März) nur die unten genannten Unterlagen zur Anmeldung im Sekretariat ein.

Was benötige ich für die Anmeldung?
Bitte reichen Sie folgende Anmeldeunterlagen im Vorfeld des Anmeldegesprächs unbedingt im Sekretariat ein:
– den Anmeldeschein
– eine Kopie des Halbjahreszeugnis der Klasse 4
– die von der Grundschule ausgefüllte Empfehlung für die zukünftige Schulform
– Stammbuch und Lichtbild Ihres Kindes

Den auszufüllenden Anmeldeschein erhalten Sie im Sekretariat oder hier im Download. (verfügbar am Februar 2018)

Welche Anmeldekriterien für die neue Jahrgangsstufe 5 gibt es am RSG?
Das RSG ist ein beliebtes Gymnasium. Neben überwiegend Augustiner Kindern melden sich aber auch immer viele Bonner Kinder bei uns an.
In den vergangenen Jahren konnten wir die Anmeldewünsche am RSG erfüllen. Sollte die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität unserer Schule aber einmal übersteigen, zieht die Schulleitung, in Beratung mit dem Aufnahmeteam, bei der Entscheidung eines oder mehrere der folgenden rechtlich vorgeschriebenen Kriterien heran: (§1 Absatz 2 APO-SI)
– Geschwisterkinder
– ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen
– ausgewogenes Verhältnis von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Muttersprache
– Schulwege
– Besuch einer Schule in der Nähe der zuletzt besuchten Grundschulen
– Losverfahren

Wie geht es nach der Anmeldung weiter?
Eine schriftliche Aufnahmemitteilung kann erst erfolgen, wenn der offizielle Anmeldezeitraum vorbei ist. Unmittelbar danach bemühen wir uns, Sie möglichst zeitnah über die Aufnahmeentscheidung Ihres Kindes am RSG schriftlich zu informieren.

Das RSG ist ein Halbtagsgymnasium – Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es für mein Kind?

Was bedeutet Halbtagsgymnasium für mein Kind in der Klasse 5 und 6?
Das RSG ist ein Gymnasium im qualifiziertem Halbtag mit pädagogischer Übermittagsbetreuung. Das heißt, dass Ihr Kind in der 5. und 6. Klasse an vier Tagen in der Woche nur von 7:55 bis 13:10 Uhr Unterricht hat und an einem Tag in der Woche bis 15:30 Uhr (inklusive einer Mittagspause).
Für den Fall, dass Sie für Ihr Kind eine Betreuung nach 13:10 Uhr benötigen, bietet das RSG im Rahmen der sogenannten pädagogischen Übermittagsbetreuung (ÜMI) ein sehr flexibles Modell an, welches individuelle Lösungen für die Betreuung Ihres Kindes ermöglicht.

Wie funktioniert die pädagogische Übermittagsbetreuung am RSG?
Das RSG bietet im Rahmen der pädagogischen Übermittagsbetreuung (ÜMI) ein sehr flexibles Betreuungsmodell an. Benötigen Eltern nach der 6. Stunde eine Betreuung für ihre Kinder, haben Sie dafür am RSG in der Zeit von 13:15 bis 15:30 Uhr zwei Möglichkeiten.
Nach der Einnahme des Mittagessens in der Zeit von 13:15 bis 14.00 Uhr haben die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 bis 7 die Möglichkeit von 14:00 bis 15:30 Uhr am Silentium (Hausaufgabenbetreuung) teilzunehmen, um dort unter Anleitung von geeigneten Fachkräften und unterstützt durch ausgesuchte Oberstufenschüler/innen ihre Hausaufgaben zu bearbeiten. Dieses Angebot ist anmelde- und kostenpflichtig. Die zeitliche Nutzung ist dabei sehr flexibel. Betreuungsjahresverträge werden mit der Anmeldung im Sekretariat ausgegeben. Hier können Sie dann entscheiden, ob Sie Ihr Kind an zwei, drei, oder vier Tagen in der Woche betreuen lassen möchten.
Die Schüler können aber auch montags bis donnerstags von 12:15 bis 15:30 Uhr (freitags bis 14:30 Uhr) im Rahmen des „betreuten Spieletreffs“ nach dem Unterricht in der freundlichen Atmosphäre der T-Stube vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wahrnehmen.
Hier kann man spielen, lesen oder auch einfach nur entspannen. Bei gutem Wetter können draußen Fußball, Basketball, Tischtennis oder andere Sportarten und Spiele gespielt werden und an regnerischen Tagen stehen auch die Tischtennisplatte und Dartspiele im Container zur Verfügung. Ein Billardtisch, Air Hockey und ein Kicker können unter Aufsicht ebenfalls genutzt werden. Der Spieletreff ist kostenlos und unverbindlich.

Genauere Informationen zu den beiden Modellen erhalten Sie im Informationsschreiben zur Übermittagsbetreuung [hier] im Download.

Kann mein Kind in einer Mensa essen?
Ja! Das RSG hat eine kleine, aber feine Mensa und die LEHMANNs Gastronomie ist unser Caterer. Als preisgekrönter Spezialist für die Kinder- und Schulverpflegung sind wir froh, ein so ausgezeichnetes Unternehmen an unserer Seite zu haben.
Drei hochwertige Menüs und individuelle Gerichte für Vegetarier, Allergiker und schweinefleischfreie Ernährung stehen immer zur Verfügung. Die Mensa orientiert sich dabei an den Vorgaben der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und setzt das Thema „gesunde Ernährung“ im Rahmen der Schulverpflegung um.
Das Mittagessen wird über den Caterer gesondert online bestellt und abgerechnet. Die Bestellungen erfolgen anhand digital zur Verfügung gestellter Speisepläne. Die Bestellung muss spätestens bis 13:00 Uhr am Vortag (werktags) erfolgen. Die Stornierung von vorbestellten Essen, zum Beispiel aus Krankheitsgründen, ist bis 9:00 Uhr am Tag der Essensausgabe möglich.
Weiterführende Informationen zur Bestellung und Abrechnung erhalten Sie unter http://www.lehmanns-coolinary.de oder per Mail unter info@lehmanns-gastronomie.de.

 

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