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Besuch aus Israel 2013

Allgemeine Informationen zur Israel-AG und zum Israel Austausch finden Sie [hier].

Vom 17.-30.5. 2012 hatten wir Besuch von zwanzig israelischen Schülerinnen und Schülern aus Mevasseret Zion. Es wurden zwei ereignisreiche, anstrengende und vor allem unvergessliche Wochen!

Als wir, 21 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangstufe, uns für den Israelaustausch entschieden hatten, wussten wir noch nicht, was auf uns zukommen würde und waren trotzdem schon sehr gespannt. Während der Vorbereitungszeit wuchs die Vorfreude, da wir uns zunehmend mehr mit dem Thema befassten. Nachdem der erste Kontakt zu den israelischen Austauschschülern hergestellt war, konnten wir es kaum noch erwarten.

Am Mittwoch begrüßten wir unsere Israelis mit roten Rosen in den Händen am Siegburger Bahnhof. Bei der anschließenden Willkommensparty merkten wir schnell, dass alle unsere Partner offen, gesellig und vor allem partyfreudig waren. Alle Austauschpaare passten gut zusammen und schnell bildeten sich erste Freundschaften. Schon nach den ersten Tagen schien es uns so, als ob wir uns schon ewig kennen würden.

In den nächsten Tagen fuhren wir nach Bonn, bekamen erste Eindrücke zum Thema „Juden in Deutschland“ und machten einen Ausflug in den Kletterpark in Brühl. Auch außerhalb des Programms unternahmen wir viel zusammen, wie zum Beispiel den Besuch des Haribo-Shops und gemeinsame Abende.

Am Sonntag ging es dann für drei Tage ab nach Berlin. Eine Fahrradtour durch Berlin Mitte brachte uns einen Überblick über die Hauptstadt, aber war auch eine große Herausforderung für die nicht so fahrradsicheren Israelis. Der Schwerpunkt des Programms lag auf der jüdisch-deutschen Vergangenheit; angefangen mit dem „Haus der Wannseekonferenz“ über das Jüdische Museum bis zur Holocaust-Gedenkstätte. Natürlich durften auch die Wahrzeichen von Berlin und der Reichstag bei unserer Fahrt nicht fehlen.
Im Anschluss an Berlin fuhren wir nach Halberstadt, wo die Familie von Yoram Winter, Lehrer der Israelis und Mitbegründer des Austauschs, bis in die 30er Jahre lebte. Zusammen mit Schülern des städtischen Gymnasiums und der Moses-Mendelsson-Akademie besichtigten wir die Domstadt mit jüdischem Hintergrund.

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Konzentrationslager Buchenwald. Gemeinsam hielten wir nach der Führung eine Zeremonie zum Gedenken an die jüdischen Opfer im Konzentrationslager ab. Die Zeremonie war sehr bewegend und wir waren froh, dass wir diesen Schritt mit allen gemeinsam gegangen sind. Nach einem abschließenden Mittagessen in Weimar ging es zurück nach Sankt Augustin.

Am Freitag begannen wir mit unserem Kunstprojekt, das für diesen Austausch eine Neuheit war. Das Thema „Jüdische Biographien in Deutschland“ ließ uns in der Ausführung viele Freiheiten. Mit der Unterstützung unseres Kunstlehrers Herrn Regenberg arbeiteten wir in den verbleibenden Tagen an der Umsetzung in kleinen Gruppen.

Den Freitagnachmittag verbrachten wir in Köln, wo die Israelis erst die vielen Stufen des Doms und dann die Innenstadt kennenlernen durften.

Am Wochenende kam der lang ersehnte Ausflug ins Phantasialand und eine Wanderung mit allen Familien durchs Siebengebirge mit anschließender Besichtigung einer Brauerei.

Wir arbeiteten an unserem Projekt bis Montagnachmittag, um abends bei der Abschiedsfeier unseren Eltern, Lehrern und der Presse die Ergebnisse präsentieren zu können. An diesem letzten Abend hatten unsere Austauschpartner ein kleines Programm aus Sketchen und Songs für uns zusammengestellt, das die Best-Of-Geschichten und Lieblingslieder des Austauschs umfasste. Bei der anschließenden Abschiedsfeier machte sich langsam eine wehmütige Stimmung breit, die uns den letzten Abend schwer machte. Wir alle konnten kaum glauben, wie schnell die zwei Wochen vergangen waren.

Als wir dann am Dienstagnachmittag am Siegburger Bahnhof ankamen, um uns zu verabschieden, breitete sich diese traurige Stimmung über alle aus. Nachdem wir Deutschen für unsere israelischen Freunde „Stay“ gesungen hatten, um uns für ihre vielen musikalischen Darbietungen zu revanchieren und ihnen gleichzeitig zu zeigen, wie sehr wir sie vermissen werden, wurde es zu einem sehr tränenreichen Abschied.

Jetzt freuen wir uns schon auf Oktober, wenn es heißt: „Schalom Mevasseret Zion!“

Eva Janke & Verena Goldapp

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